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Salzwiesen
Die Salzwiesen stellen zusammen mit der Verlandungszone die Nahtstelle zwischen Watt und Festland dar. Charakteristisch für sie ist die Tatsache, daß sie nicht mehr täglich überflutet werden, was zur Folge hat, daß hier mehr Sedimentation als Erosion stattfindet. Dieser Überschuß an Sedimentation ist der Grund dafür, daß Pflanzen anfangen, sich hier anzusiedeln. Die Verlandungszone stellt ein Übergangsgebiet zwischen Watt und Salzwiese dar. Sie reicht bis zu 10 cm unter die MThw-(mittleres Tidehochwasser) Linie. Der Queller (Salicornia europaea) und das Schlickgras (Spartina townsendii) sind die charakteristischen Pflanzen dieses Gebietes. Die Salzwiesen selbst werden in vier Bereiche eingeteilt, nämlich in den unteren, den mittleren, den oberen und den höchsten. Typische Pflanzen für den unteren Bereich der Salzwiesen sind die Andel (Puccinellia maritima und Puccinellia distans), der Strandflieder (Limonium vulgare), die Strandaster (Aster tripolium), der Strand-Beifuß (Artemisia maritima) und die Strand-Sode (Suaeda maritima). Hingegen sind Löffelkraut (Cochlearia danica und Cochlearia anglica), Strand-Wegerich (Plantago maritima), Strand-Grasnelke (Armeria maritima), Spießblättrige Melde (Atriplex protrata), Salz-Schuppenmiere (Spergularia salina) und Strand-Dreizack (Triglochin maritimum) die typischen Pflanzen der mittleren und oberen Bereich der Salzwiesen. Der höchste Bereich der Salzwiesen ist meistens Teil des Deiches. Wie alle anderen Pflanzen auch brauchen die Pflanzen der Salzwiesen Nährstoffe zum Wachstum. Aber wie lösen sie das Problem des hohen Salzgehaltes im Boden? Die Antwort darauf lautet sehr einfach, indem sie nämlich einfache Mechanismen entwickelt haben, um den schädlichen Einfluß des Salzes aufzuheben. Pflanzen wie z.B. die Strand-Aster, das Schlickgras und der Strandflieder besitzen spezielle Drüsen, durch die sie das aufgenommene Salz wieder ausscheiden. Andere Pflanzen wie der Queller haben ein besonderes Speichersystem entwickelt, in dem sie das Salz speichern, bis sie es mit Wasser verdünnen können. Zusätzlich verfügen sie an der Stelle von Blättern über kleine Schuppen, um die Verdunstung des Wassers, das sie zur Verdünnung brauchen, zu reduzieren. Die Salzwiesen spielen eine wichtige Rolle als ein Nähr- und Brutgebiet für viele Vögel. Gleichzeitig sind sie das Zuhause für 1500 - 2000 unterschiedliche Arten von Insekten. Unglücklicherweise sind die Salzwiesen der bedrohteste Teillebensraum im Watt. Küstenschutz (z.B. Deichbau), Landwirtschaft und Tourismus gefährden ständig die Existenz dieses einzigartigen Lebensraums.

1.Salzwiese
2.Sedimentationszone
3.Untere
4.Mittlere
5.Obere
6.Höchste
7.Deich
8.Mittlere Hochwasserlinie (MThw)
9.Watt
10.Rinnenystem
11.Höhe über dem Meeresspiegel in cm
12.Anzahl der jährlichen Überflutungen


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©1997 Julie Brinkman, Julia Ihnen, Malte Uphoff