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Das Wattenmeer:

Entstehung


Rund 70% der Erdoberfläche sind von Ozeanen bedeckt; die Küstenlinie entlang der Kontinente ist dementsprechend lang. Aus diesem Grund ist es sehr erstaunlich, daß der Küstenabschnitt zwischen Den Helder (Niederlande) und Esbjerg (Dänemark) - das WATTENMEER - auf der Erde einzigartig ist. Die Entstehung dieses einmaligen Gebietes dauert seit 10.000 Jahren an; und hierfür ist das Zusammenspiel der folgenden Gesichtspunkte wichtig:
  • Der Meeresboden fällt zur offenen See hin nur um wenige Zentimeter pro Kilometer. Hier kann sich das feine Material, das das Meer mit sich führt, absetzen.
  • Über die Flüsse werden aus dem Binnenland ständig feine Sand- und Tonpartikel ins Wattenmeer transportiert, und hier abgelagert. Weiterhin erfolgen Anlandungen aus dem Meer.
  • Die Gezeiten mit einem Tidenhub von zwei Metern legen periodisch weite Teile des Wattenmeers trocken. Der normalerweise landwärts wehende Wind kann dann die obersten Sandschichten trocknen und abtragen.
  • Die dem Küstenbereich vorgelagerten Sandbänke, Sandwälle und Inseln treten als natürliche Wellenbrecher auf, so daß sich das aus dem Binnenland antransportierte Material am Meeresgrund absetzen kann.
Das Zusammenspiel dieser Kräfte konnte die Küstenlinie ungehindert formen, führte aber langfristig zu Landverlusten, bedingt durch den relativen Anstieg des Meeresspiegels.


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©1997 Julie Brinkman, Julia Ihnen, Malte Uphoff