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Frau Dr. Löwe berichtet den Kindern im Dezember 1999 von ihrem Antarktis-Vorhaben.. |
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Antarktis: Im Cyberspace zum Südpol.. Im Dezember 1999 startete die Grundschule Hogenkamp ihr Projekt, Kontakte zur Forschungsstation in der Antarktis aufzubauen. Auftakt hierzu bildete die Veranstaltung mit Frau Dr. Löwe am 10.12.99 in unserer Schule, auf der sie unseren Schülern von der zukünftigen Arbeit am Südpol berichtete. Frau Dr. Löwe befindet sich seit Januar für das Alfred-Wegner-Institut (www.awi-bremerhaven.de) als Forscherin auf der Neumayerstation in der Antarktis. Seit ihrer Abreise aus Bremerhaven berichtete sie uns über E-Mail von ihren Erlebnissen, z.B. von der Überfahrt mit der Polarstern zur Forschungsstation oder von ihren ersten Tagen auf dem ewigen Eis, der Neumayerstation. Mit Spannung verfolgen die Schüler der 3. und 4. Klassen und auch die Lehrer die Berichte (E-Mails) von Frau Dr. Löwe aus dem kalten Süden. Am 13.3.2000 haben die Schüler der Antarktis – AG ihren ersten selbst verfassten Brief an Frau Dr. Löwe verschickt. Förderer aus der Wirtschaft haben es ermöglicht, dass die Schule nun über die entsprechende Hardware verfügt. Viele Fragen erreichen jetzt den kalten Süden aus Oldenburg vom Hogenkamp: "Was hast du in letzter Zeit so gelernt? Wir die vier Fälle. Hast du schon Pinguine gesehen?" Wenn dann die Antworten kommen, gelangen sie durch die Kinder der AG in die 3. und 4. Klassen, wo sofort die nächsten Fragen gesammelt werden können, um sie dann bei der nächsten AG-Stunde abzuschicken. Natürlich werden auch im Internet die Seiten des Alfred-Wegener-Instituts und insbesondere die der Neumayerstation (www.awi-bremerhaven.de/Polar/neumayer1-d.html) besucht.
Ziel unseres Projekts ist es, neben der Arbeit zum Thema Antarktis, damit zu beginnen, die Kinder in Ansätzen auf die neuen Anforderungen in der Informationsgesellschaft vorzubereiten. Der Bildungsbereich spielt hierbei eine entscheidende Rolle, wenn es darum geht, dem schnellen Wandel in unserem Zeitalter gerecht zu werden. Der aktuelle Mangel an Fachkräften im Informationsbereich zeigt einmal mehr, wie wichtig die rechtzeitige Orientierung der Bildungseinrichtungen auf die neuen Anforderungen in der Gesellschaft ist. Unsere Schüler heute brauchen die Fähigkeit, mit komplexen Situationen selbstständig und offen umzugehen. Sie müssen eigenaktiv Wissen aneignen und Probleme lösen können, damit sie ihre Umwelt aktiv mitgestalten können. Hierbei wäre es wenig hilfreich, mit Schülern einen Computerkurs unter der führenden Regie des Lehrers evtl. im Frontalunterricht durchzuführen. Anders ist es hingegen bei unserem Projekt. Durch das spannende Thema Antarktis, durch die Möglichkeit des Kennenlernens eines völlig neuen Lebensraums über persönliche Kontakte zu Frau Dr. Löwe, sind die Schüler motiviert, aus eigenem Antrieb, themenbezogen das Medium Computer für ihre Interessen einzusetzen: z.B. E-Mails schreiben, Textverarbeitung lernen, im Internet Informationen über die Antarktis suchen usw. Viele Aktivitäten des Versuchens und Probierens sind dabei möglich. Jeder sollte die Chance haben, etwas zu suchen, ohne zu wissen, was dabei herauskommt, ohne das Fragen der Zensurengebung sogleich betrachtet werden. Ein derartiges handlungsorientiertes Konzept bietet eine gute Möglichkeit neue selbstinitiierte Lernprozesse in der Schule anzubahnen. Um diesen Aufgaben auch nur annähernd gerecht zu werden, muss Schule einen neuen Weg beschreiten und sich nach außen öffnen. Wir haben es getan und bekommen nun die inhaltliche Unterstützung vom Alfred-Wegner-Institut, die wissenschaftliche Begleitung durch die Carl-von-Ossietzky Universität und die notwendige Hardware (PC) durch Partner aus der Wirtschaft (bbt electronics, Öffentliche Versicherung, Raiffeisenbank u.s.w.). Außerdem nimmt die Schule am Förderprogramm "Offene Schule 2001"teil, dass von der Initiative Praktisches Lernen Bayern e.V. (www.lau-net.de/initiative.pl) und von Microsoft (www.microsoft.com/germany/forschunglehre/offeneschule/) initiiert wurde. |
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Anna Hobusch, Grundschule Hogenkamp, Projektleiterin |